Weinmacher aus Rottenburg am Neckar

Weinmacher aus Rottenburg am Neckar

Wir sind die Öxler: eine kleine Gemeinschaft von Menschen aus Rottenburg am Neckar, die sich als traditionelle Wengerter* dem Weinbau im Rottenburger Weggental verschrieben haben – in einer der kleinsten Lagen im deutschen Weinland.

Wir verstehen uns als Weingärtner, die als Hüter des Weins, des Weinbergs und der umgebenden Natur jährlich kleine Mengen Wein für den eigenen Bedarf herstellen.

Unser Team besteht aus einer kleinen Truppe von Menschen aus Rottenburg am Neckar: Ingenieure, Gründer, Journalisten und Marketer, Manager und Handwerker im Alter von 30 bis 70 Jahren und ihre Familien. Zusammen eint uns die Liebe zur Natur und zum Wein, und wir nutzen gemeinsam unsere Potentiale, um uns und unser kleines Weingut zu pflegen und weiterzuentwickeln:

  • Ewald Baur
  • Gunther Vetter
  • Hans-Peter Enderle
  • Olaf Furtmeier
  • Patrick Tilke
  • Wolfgang Dorner

Die Arbeit im Weinberg in Steillage ist schwer und voller Herausforderungen. Eine gesunde Fitness hilft dabei, den Berg Saison um Saison auf- und abzulaufen. Manch Wengertner stand noch mit über 80 Jahren bei uns im Weinberg.

Als Wengerter sind wir aber nicht nur fitte Rebenkenner und Pflanzenschützer, sondern unter anderem auch Wasser- und Gerätetechniker, Wetteransager und Klimatologen, Mathematiker und Geografen und nicht zuletzt anspruchsvolle Hobbywinzer.

Als Freunde haben wir den hohen Anspruch, guten Wein zu machen, für den gemeinsamen Genuss mit den Familien und Freunden – ein gesundes, regionales Produkt aus unserem Terroir. Dabei können und wollen wir keine Industrieweine erzeugen. Stattdessen wollen wir in unserem Tun jedes Jahr ein bisschen besser werden.

Das Weingärtnern ist eine intensive Freizeitaktivität, die in körperlicher und geistiger Hinsicht fit hält. Das persönliche Engagement, eine gewisse Flexibilität sowie das Einbringen der eigenen Fähigkeiten ist dabei ausdrücklich erwünscht.

  • Das Terroir
  • Unsere Weine
  • Im Rhythmus der Jahreszeiten

Das Terroir

Das Weggental ist eine Kulturlandschaft mit einem vielfältigen Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen.

Unser Weinberg in Süd-Lage ist eingebettet in eine reichhaltigen Pflanzen- und Tierwelt: Katzen und Bussarde jagen Mäuse, manchmal spaziert die Rehfamilie durch die Spaliere. Käfer, Schmetterlinge, Schnecken und mehr kleines Getier bereichern die Diversität.

Dort, wo es geht, lassen wir blühende Wiesen länger ungemäht, um den besonderen Naturhaushalt über das Jahr hinweg zu erhalten und zu fördern. Zudem verdichten wir keine Böden durch schwere Maschinen und bemühen uns, einen guten Boden auch durch Einsatz von natürlichen Düngern zu fördern. 

Wir arbeiten in unserem Weinberg auf einer Strecke von rund 130 Metern in Steillage. Diese Sonderform der Lage ist – gegenüber der Arbeit in ebenen Weingütern – besonders herausfordernd: Rund 46 Grad Steigung wollen bei der Arbeit bewältigt werden! Eine effiziente Planung unserer größeren Arbeitseinsätze ist daher unumgänglich. Ein entspannter Rücken erleichtert die wöchentliche Arbeit an den Rebstöcken wiederum ungemein.

Um unsere Arbeit zu erleichtern, ist unser Weinberg durch über 100 Jahre alte Terrassen, Mauern und Treppen – geschaffen von unseren Vorgängern – kunstvoll in die Natur eingebettet. Regemäßig muss das Mauerwerk von zu viel Pflanzen befreit und vor dem Einsturz bewahrt werden. Immer wieder müssen Treppensteine erneuert oder ausgetauscht werden, um unseren Auf- und Abstiegen einen sicheren Halt zu geben. Das genaue Wissen um die Pflege und den Erhalt dieser besonderen Trockenmauern ist zumeist nur Fachleuten bekannt.

Unsere Weine

Unser Ziel ist es, den Geschmack der Rebsorten und des Terroirs möglichst unverfälscht in die Flasche zu bringen.

Das Ziel: Unverfälschte und geradlinige Weine, die dem Geschmack unserer Rebsorten und dem Terroir des Weggentals entspringen. Spätestens zur Jungweinprobe des Weingärtnerverein Rottenburg/Wendelsheim zu Anfang Januar bekommen wir einen ersten Eindruck von dem, was im Frühjahr in die Flaschen gelangt.

  • Müller-Thurgau
  • Kerner
  • Johanniter
  • Lemberger
  • Spätburgunder

Im Rhythmus der Jahreszeiten

Die Arbeit im Weinberg ist eine ganzjährige. Bis auf wenige Wochen und Monate gibt es regelmäßig etwas zu tun.

Rückschnitt

Im Winter, im Januar und Februar, schneiden wir die Rebstöcke zurück. Natürlich achten wir dabei auf die richtige Mischung aus Quantität und Qualität.
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Biegen und Binden

Ist der Rückschnitt vollzogen, biegen und binden wir unsere Strecker mit Bindegarn bis Mitte Mai auf die Drähte: In unserem Fall greifen wir zum gesamten Werkzeugkasten.
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Luftige Erziehung

Im Sommer folgt die Arbeit an luftigen Laubwänden, vor allem, um den Befall durch falschen und echten Mehltau Einhalt zu gebieten.
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Genügend Fruchtzucker?

Im Laufe des August kommt dann die Aufregung: Haben die Rebstöcke Licht abbekommen und den Trauben genügend Öchsle mit auf den Weg gegeben?
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Großes Lese-Fest

Im Herbst – rund 100 Tage dauert es, ab der Blüte, bis zur Reife der Trauben – lesen wir unsere Trauben ab dem frühen Morgen mit einer großen Anzahl an freiwilligen Helfern.
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Kellerarbeit

Für uns Wengerter geht es nach der Stärkung direkt zur Einmaischung bei unserem Kellermeister: Die Trauben werden entrappt und gepresst.
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Die gesamte Arbeit an den Reben erfolgt von Hand, wie anno dazumal. Damit kennen unsere Wengerter ihre teils 50 bis 60 Jahre alten Reben und ihre Eigenheiten ganz genau. Lediglich die notwendigen Mäharbeiten erfolgen heutzutage nicht mehr mit der Sense. Auch für Nachpflanzungen bohren wir unsere Pflanzlöcher mit dem Benziner.

Eure Öxler

Wir sind Mitglieder im Weingärtnerverein Rottenburg/Wendelsheim e. V.