Weinmacher aus Rottenburg am Neckar

Rückschnitt

Blick in den winterlichen Weinberg zum Rückschnitt.

Zeitraum: Januar bis Februar

Im Winter, vor allem im Januar und Februar, schneiden wir die Rebstöcke zurück. Natürlich achten wir dabei auf die richtige Mischung aus Quantität und Qualität in Bezug auf eine erste Ertragsregulierung: Führen wir eine oder zwei Fruchtrouten (Strecker), und wie viele Augen belassen wir an ihnen – acht bis zehn oder zehn bis zwölf? Das sind Fragen, die wir an jedem Rebstock individuell aufs Neue beantworten.

Natürlich dürfen auch die zwei- bis dreiäugigen Zapfen aus dem einjährigen Holz nicht vergessen werden, die uns die Strecker für das nächste Jahr liefern – das heißt: Wir gewinnen unseren Ertrag für das nächste Jahr aus dem Holz des vergangenen Jahres! Dabei sollten die Zapfen stets unter oder neben unseren Fruchtrouten stehen, damit unser Rebstock über die Jahre nicht in die Höhe schießt. Und zu guter Letzt belassen wir eine Fruchtroute als Frostroute, die uns im Falle eines Spätfrost noch den Ertrag retten kann.