Luftige Laubwände trocknen schneller ab und verringern die Gefahr schädlicher Krankheiten.
Zeitraum: Mitte Mai bis August
Im Sommer folgt die Arbeit an luftigen Laubwänden, vor allem, um den Befall durch falschen und echten Mehltau Einhalt zu gebieten, aber auch um der kunstvollen Formung unserer Rebstöcke in den Spalieren zuliebe. Acht bis zwölf Blätter pro Trieb sind das Ziel. Gegebenenfalls entfernen wir auch die Geiztriebe in den Blattachseln zugunsten einer luftigen Erziehung.
Zuletzt entlauben wir Stück für Stück die sogenannten Traubenzonen, einerseits, damit die Trauben trocken bleiben, andererseits, damit sie noch einmal genügend Licht bis zur Lese abbekommen. Vollständig aber erst, wenn sie größer sind, ihre Haut dick genug ist und sie keinen „Sonnenbrand“ mehr abbekommen.
Damit unsere Rebstöcke nicht zu sehr in die Höhe schießen, gipfeln wir sie in zwei Runden – zunächst 20, dann 30 Zentimeter – über dem höchsten Draht. Ein spätes Gipfeln zu Ende Juni, Anfang Juli fördert kompakte und damit gesündere Trauben; ebenso eine leichte Verrieselung.
